Monatsarchive: November 2013

Boscher liest… “Ein Liebesbrief” aus “Tiefer in die Dunkelheit. Erotik, Thrill, Horror”

Ralf Boscher liest seine Kurzgeschichte „Ein Liebesbrief” aus dem eBook / Taschenbuch „Tiefer in die Dunkelheit. Erotik, Thrill, Horror”.

Ralf Boscher - Tiefer
Es ist dunkel geworden, ein Glas Rotwein steht neben mir, und ich bin müde. Es ist ein wohliges Müde-Sein, weiß ich doch genau, warum ich es bin, habe ich doch wegen Dir nur so wenig Schlaf bekommen. Du. Ich denke an Dich. Gerade habe ich erneut versucht, Dich anzurufen, Deine Stimme zu hören. Aber ich konnte Dich nicht erreichen, und so schreibe ich Dir wieder einmal, von Dir, von uns, horche Deiner Stimme in mir nach, lausche auf Deine Worte, Deinen Tonfall, der nach mir greifenden Händen klingt, nach Deinen Lippen auf den meinen, Deinem Körper ganz nah …, und versuche, Dich mit meinen Worten zu berühren. …

 

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Der Exorzist ist wieder da – Gott sei Dank

Lenalee
24 – tick tack tick tack – was bisher geschah: 24 Stunden zwischen Bangen und Hoffen. Die Zeit, als alles begann: circa 13.30. Unsere Jüngste kommt nach der Schule nach Hause. Haarbüschel im Bad auf dem Boden, Kampfspuren – und die Katze ist nirgendwo zu finden. Einziges Lebenszeichen: eine tote Maus in der Ecke. Ich habe es ja schon einmal an anderer Stelle erwähnt: Unsere Katze, benannt nach einer Figur aus einem Manga, Lenalee, einem sympathischen Exorzisten, ist äußerst rege, was das Anbringen von Mäusen aller Arten angeht. Aber jetzt – tick tack tick – nur eine tote Maus. Keine Katze, die schnurrend verlangt, dass man ihre Tat genügend bewundert. Die Stunden vergehen. Lenalee bleibt aus.

Nun gut, sie ist zäh, hat ihren eigenen Kopf, und ist auch gerne mal einen halben Tag, eine Nacht auf Tour. Dennoch: Die Kampfspuren, die Haarbüschel auf dem Boden, beunruhigen. Eigentlich ist Fütterzeit. tick tack tick tack. Vorbei. Was wohl geschehen ist? Es gibt ein paar Häuser weiter einen schwarzen Kater. Der ist frech. Kam auch schon einige Male durch die Katzenklappe und versuchte, sein Revier auch bei uns zu beanspruchen. Katzenkämpfe in der Nacht. Am Morgen. Am Tag. Ganz normal. Aber nun: Haarbüschel. Und auch am Abend noch keine heimkehrende Lenalee. Keine Lenalee in der Nacht.

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Letztens rezensiert, jetzt als Taschenbuch: Chiliherzen

Chiliherzen
Jürgen Schmidts sehr lesenswerter Roman (meine kurze Rezension findet Ihr hier) ist jetzt auch als Taschenbuch verfügbar.

Leseprobe (wobei ich bei der Beschreibung der Bodensee-Fähre, die ich an jedem Arbeitstag und manchmal auch am Wochenende benutzte, Einspruch erheben möchte: Empfinde die Fähre immer als sehr vielfältig in Bezug auf die Menschen, die es zu beobachten gibt, das Wetter rundherum, die Aussichten auf See, Alpen, die Ufer…):

„Meine Arme umschlangen dich wie von selbst. Ich grub meine Nase in die kleine Kuhle hinter deinem Ohr, sog deinen Duft ein. Dieser intensive Moment war für mich der Höhepunkt mit dir, das wurde mir in den letzten Monaten deutlich. Damals glaubte ich noch an einen vorläufigen Höhepunkt. Auf dieser einfältigen Bodensee-Fähre nach Meersburg vereinigten sich für einen Augenblick meine sehnsüchtigen Visionen mit der nüchternen Wirklichkeit. Selbst der überraschend ausufernde Silvesterkuss erschien mir im Vergleich weniger wichtig, und auch die leidenschaftlichsten Nächte miteinander müssen nicht bedeutender sein, denn da geht es auch um andere Sachen. Diese banal wirkende Umarmung war für mich das Tollste mit dir.“

Jetzt auch als Taschenbuch: Chiliherzen

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Nicht mehr Herr der Fliegen

Lenalee
Da komme ich nach Hause, alles ruhig, ich bin der Erste daheim, ich bin allein. Ein kurzer Durchgang durchs Haus, alles in Ordnung, was letzter Zeit vor allem heißt: Es liegen keine toten Mäuse in unterschiedlichsten Zerstörungsgraden im Flur, neben dem Kleiderschrank, vor der Badewanne oder oder. Ich habe es ja schon einmal erwähnt. Wir haben eine Katze. Nomen est omen. Benannt wurde sie nach einer Figur aus einem Manga, einem sympathischen Exorzisten, also eigentlich dem Helden der Geschichte. Und der Held unserer Haustiergeschichte, Lenalee, exorziert im Schnitt eine Maus am Tag (also kurz gerechnet, wir haben unsere Katze seit etwas 2 Jahren…) – und pi mal Daumen eine zunächst einmal nicht, die lässt sie laufen. Man will ja schließlich seinen Spaß haben und noch ein wenig jagen. Nicht im Garten, nicht auf den Wiesen in der Nähe, sondern bei uns im Haus. Doch als ich heimkam, da sah es nicht nach einem Jagdtag aus. Keine Blutspritzer auf dem Boden, keine Mäuseköpfe in der Ecke. Alles ruhig.

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Obszön-religiöse Fresken – Clive Barker, Coldheart Canyon – Rezension

Barker_Coldheart
Kennt Ihr das… Ihr hört ein Musikstück und wisst: Diese Töne werden Euch nie wieder loswerden, den ersten Satz von Beethoven Fünfter, die ersten Takte von Dream Theaters „The Spirit Carries On“, Nightwishs „Ghost Love Score“… Ihr lest die ersten Seiten eines Buches und seid gefangen, nein mehr, Ihr wisst, diese Seiten werden Euch immer begleiten. Der Anfang von John Irvings Garp zum Beispiel. Anthony Burgess „Der Fürst der Phantome“. Und die ersten Kapitel von Clive Barkers „Coldheart Canyon“. Die Beschreibung dieser monumentalen, unheimlichen, von düsteren Kräften mit Energie aufgeladenen, obszön-religiösen Fresken. Nur der Anfang, ganz am Anfang von Barkers dickem Wälzer, aber Hallo! Das hat die Qualität seiner „Bücher des Blutes“, vor allem der Titel gebenden Geschichte. Ich bin beeindruckt.

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100% Sparaktion zum Start meines Blogs

Ralf Boscher - Tiefer
Das Technische habe ich so langsam im Griff, noch nicht alles ist 100%, aber insgesamt doch schon ganz ansehnlich. Und so gibt es jetzt zum Start von Boschers Blog eine 100% Sparaktion: Dienstag den 12. (so ab 10 Uhr) und Mittwoch den 13. November 100% reduziert bei Amazon mein eBook „Tiefer in die Dunkelheit. Erotik, Thrill, Horror“. Vier Geschichten, die immer tiefer in die Dunkelheit führen, erotisch, sinnlich, dann auch schmerzvoll, albtraumhaft, für 0 Euro.

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Eindrucksvolles Vita-Schnipsel des Konstanzer Autors Matthias Brömmelhaus

Dieses Details aus der Vita von Matthias hat mich beeindruckt:

„Heute vor 25 Jahren wurde in einer Gedenkveranstaltung zum 50. Jahrestag der Pogromnacht mein erstes Buch der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ansprache hielt Paul Spiegel, der spätere Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, dessen Vater einer der Bürger meiner Heimatstadt war, deren Schicksal ich nachzeichnen versuchte. Diesen emotionalen Moment werde ich nie vergessen. Bis heute halte ich es für meinen größten Erfolg als Autor, dass “Nach unbekannt verzogen” in die Yad Vashem Library aufgenommen wurde und ich damit einen winzig kleinen Beitrag wider das Vergessen leisten konnte.“ (Matthias Brömmelhaus auf Facebook)

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Brömmelhaus betreibt den Autobiografieservice Matthias Brömmelhaus.

Unter dem Pseudonym Béla Bolten schreibt er spannende, höchst erfolgreiche Krimis.

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Buchtrailer zu Tiefer in die Dunkelheit. Erotik, Thrill, Horror

Trailer zu dem eBook / Taschenbuch “Tiefer in die Dunkelheit. Erotik, Thrill, Horror” von Ralf Boscher

Der Soundtrack stammt von: Liebestöter. Rockmusik aus Köln.

Verwendet wurde ein Edit des Songs “Liebeslied” (Instrumentalspuren, ohne Vocals). Den kompletten Song gibt es auf der Homepage der Band zu hören.

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Plötzlich brach die Sonne, Leseprobe aus dem gleichnamigen eBook von Ralf Boscher

Boscher_Ploetzlich
„Sie stöhnte, kratzte und schrie, sie schlug auf mich ein. Ich spürte ihre Tränen, da sie ihre Zähne in meinen Hals schlug, während ich meinen Unterleib tief in den ihren bohrte. Ihre Fingernägel gruben sich in meinen Po, nachdem sie mich auf sich gezogen und ihre Beine um meine Hüften geschlungen hatte. Sie vögelte gegen den Tod an – und ich um mein weiteres Leben. Mit jedem Kratzer, den sie mir zufügte, jedem ihrer Bisse, jedem blauen Fleck, dort, wo sie mich schlug, um mich noch anzuspornen, wuchs meine Zuversicht, und mit meiner Zuversicht wuchs meine Erregung und somit ihre Wildheit. Sie ließ all ihren Schmerz an mir aus, und ich nahm diesen Schmerz mit Lust an. Denn er war meine Fahrkarte in eine unbeschwerte Zukunft. Dies hatte ich aus der Episode mit Carmen gelernt, man sollte sich nicht durch die Geschehnisse treiben lassen, sondern seine Geschichte aktiv selbst gestalten. Und noch etwas hatte ich durch Carmen gelernt: diesen kurz angesetzten, wuchtigen Schlag auf den Hals, welcher Lulus Stöhnen, Zucken, Rucken sofort stoppte und ihren Kopf zur Seite kippen ließ. Kiay!“

Leseprobe aus “Plötzlich brach die Sonne”, der Titelgeschichte aus dem eBook “Plötzlich brach die Sonne” von Ralf Boscher

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