Archiv der Kategorie: Boschers Schreibe

Leseproben aus den eBooks und Taschenbüchern von Ralf Boscher. Einblicke in die Texte, an denen Boscher zur Zeit arbeitet.

Jetzt endlich als eBook – Boschers Roman über Liebe, Tod und Teufel: Engel spucken nicht in Büsche. 2. bearbeitete Auflage

Engel spucken nicht in Büsche: Roman über Liebe, Tod und Teufel - Cover der für das eBook bearbeiteten 2. Auflage

Engel spucken nicht in Büsche: Roman über Liebe, Tod und Teufel – Cover der für das eBook bearbeiteten 2. Auflage

Sein Glaube ist ihr Tod…
Der Tod ist in die Stadt gekommen, und er ist auf einer Mission. „Abtreibungskiller“ nennt ihn schon bald die Presse. Der Polizei gelingt es nicht, den heimtückischen Frauenmörder zu stoppen.

Ein Roman über Liebe, Tod und Teufel…
„Engel spucken nicht in Büsche“ ist ein Krimi. Ein Roman über den Verlust der Unschuld, über Fanatismus, Leid und Lust. Hart. Zärtlich. Schonungslos. Ein zupackendes Buch.

ENGEL SPUCKEN NICHT IN BÜSCHE: ROMAN ÜBER LIEBE, TOD UND TEUFEL von Ralf Boscher – das eBook. 2. bearbeitete Auflage.

Für das eBook hat Ralf Boscher seinen ersten Roman „Engel spucken nicht in Büsche. Roman über Liebe, Tod und Teufel“ überarbeitet (das eBook finden Sie hier bei Amazon…)

LeserInnen-Meinungen:

„Ein überzeugend komponierter Roman, der seine Leser einer außergewöhnlich breiten Palette an Emotionen aussetzt. Ein guter Unterhaltungsroman!“ (Hermann Kinder über meinen ersten Roman „Engel spucken nicht in Büsche. Roman über Liebe, Tod und Teufel“).

„Dies ist kein gewöhnlicher Krimi oder Thriller. Wer erwartet, dass es sich hier hauptsächlich beispielsweise um ein Ermittlerteam und dessen Aufklärungsarbeit um ein Verbrechen dreht, wird dann wohl eher enttäuscht. Wer sich aber in eine Abfolge durchgehend spannender Ereignisse stürzen möchte, Einblicke in die Seele der Protagonisten riskieren möchte, wird begeistert sein.“ (Jayzed, Rezension auf „Das lesende Pony“).

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Am Bodensee – Leseprobe aus “Abschied ist ein scharfes Schwert. Ein Mordsroman”

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“Gemütliche Spaziergänge am Ufer entlang, auf einer Bank am See sitzen und Schwäne und Enten und Blesshühner beobachten und in der Sonne ihren Lauten und der Melodie meiner Aufzeichnungen lauschen, das wäre es gewesen. Dann ein Bummel durch die Altstadt. Ein Guten-Abend-Bier in einem der vielen Biergärten in milder Abenddämmerung. Oder geruhsame Abstecher mit dem gereinigten und wohlriechenden Auto ins Hinterland. In Gaienhofen vor Hesses Haus sitzen und eine Zigarette rauchen. Wie die Mönche vor langer Zeit im Kräutergarten auf der Reichenau die Gedanken gerade so gehen lassen, wie sie kommen. Oder mit dem Schiff stromabwärts und bei Schaffhausen den Rheinfall bestaunen. Gischt wie ein Lächeln im Gesicht und die Gewissheit im Herzen, dass es immer so sein wird. Das Leben ein ruhiger langer Fluss, und wenn etwas rasend den Bach runtergeht, dann ist es keine Tragödie, sondern ein Naturschauspiel, ein Postkartenmotiv.

Das wäre es gewesen, das wäre genauso gewesen, wie Imperia es mir versprochen hatte: Bleib’ auf deinem Platz, und du wirst die Welt in Händen halten! Ein wenig Konstanz wird dir gut tun! Aber eigentlich hätte ich wissen können, was von den Versprechungen einer Frau zu halten ist.

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Advent, Advent – Lesetipps

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Nun beginnt sie also wieder, die erwartungsfrohe Ankunftszeit. Für die literarische Untermalung der Vorweihnachtszeit habe ich einige Lesetipps aus meinem Fundus:

Für die Freunde des genüsslich-humorvollen Chaos’: Die Kurzgeschichte „Ein haariger Heiligabend“.

Noch mehr genüssliches Vorweihnachts-Chaos: Die Erzählung „Die Grenze des guten Geschmacks“.

Eine weihnachtliche Horrorstory (Kekse, Knochensäge und Weihnachtslieder…): „Oh Du Fröhliche“.

Viel Lesevergnügen!

Ralf Boscher

PS Downloadtipp: Als E-Book gibt es die obigen drei Geschichten bei Amazon zusammen für nur 99 Cent – bitte weiter empfehlen (hier ansehen).

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Töte den Drachen! Teil 3. Fortsetzung-Kurzgeschichte in drei Teilen – eine Lovestory der dramatischen Art

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Dritter Teil der Kurzgeschichte
Töte den Drachen!
von Ralf Boscher

(hier geht es zum ersten Teil)

 

7.

Als ich mich endlich aus der Toilette traute, drückte ich dem nächstbesten Jecken mit einer Flasche Fusel einige Euro in die Hand und schloss mich mit dem Hochprozentigen in der vagen Hoffnung wieder auf dem Klo ein, das Gesehene ertränken zu können. Als dies offensichtlich nichts half, beschloss ich, der grausamen Wahrheit männlich ins Antlitz zu blicken. Wobei, vielleicht hatte ich mich ja auch geirrt? Vielleicht war ich so sehr auf Eva fixiert gewesen, dass ich sie sah, wo es sie nicht zu sehen gab? Ja, so hoffte ich, mein Kummer hat mir einen grausamen Streich gespielt. Eva feiert ganz woanders in unschuldiger Runde Karneval, fragt sich dabei sehnsüchtig, traurig, warum sie mich nur nicht dabei haben wollte…

Als ich wieder mit der Maske bedeckt in den Saal zurückkehrte, waren die Veränderung in der Anordnung der Dreiergruppe nur marginal. Eva – und ja, es war nicht zu leugnen, sie war es – hatte lediglich auf den Schoß des anderen Teufels gewechselt. Und da alle Faktoren, die sie zuvor lachen machten, nach wie vor vorhanden waren, lachte sie wohl nur aus dem Grunde nicht, da nun sie eine dicke Zigarre im Mund hatte und dichten Qualm ausblies.

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Töte den Drachen! Teil 2. Fortsetzung-Kurzgeschichte in drei Teilen – eine Lovestory der dramatischen Art

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Fortsetzung der Kurzgeschichte
Töte den Drachen!
von Ralf Boscher

(hier geht es zum ersten Teil)

 

5.

Ich habe die Kraft meiner Drachen tötenden Männlichkeit überschätzt oder die Kraft des Problems unterschätzt. Fortan sahen wir uns beinahe jeden Tag, was hieß, ich besuchte sie in ihrer Wohnung, wir sahen fern oder spielten Kniffel oder Ähnliches – und mit jedem Tag wurde es schwerer, mein einmal gegebenes Wort zu halten. Wenn es wenigstens einen Fortschritt gegeben hätte, wenn Eva nur so zum Beispiel weniger fest zugebissen oder manchmal nicht so hart zugeschlagen hätte. Aber wir drehten uns beständig im Kreis. Jedes Mal, wenn ich zu ihr kam (wir trafen uns nur bei ihr und nur dann, wenn wir uns zuvor verabredet hatten. Gemeinsames Ausgehen, spontane Besuche waren für Eva Ausdruck einer Nähe, die sie – noch nicht – ertrug) war es so, als wenn wir von vorne beginnen mussten. Okay, es heißt, der Weg sei das Ziel. Aber kann man mir verübeln, dass sich derlei Weisheit bei mir nicht einstellen wollte? Wenn sie mir wenigstens erlaubt hätte, sie zu küssen,

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Töte den Drachen! Teil 1. Fortsetzung-Kurzgeschichte in drei Teilen – eine Lovestory der dramatischen Art

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Töte den Drachen!

1.

Weglaufen wollte ich. Ach, wäre ich doch weggelaufen, als ich es noch vermochte.
Ich glaube, dass ich dies nicht konnte, lag daran, dass ich es nie verkraftet habe, den kleinen, verletzten Hund in meinen Armen sterben zu sehen. In seine vor Schmerz weit aufgerissenen Augen blicken zu müssen, ohne etwas tun zu können. Wie alt war ich damals? Vielleicht 5. Vielleicht etwas älter. Ich war auf dem Weg zu meinem besten Freund. Wie oft hatten mir meine Eltern eingebläut: Schau links, schau rechts, und noch einmal links, wenn du über die Hauptstraße gehst. Und wie ich jedes Mal schaute. Aber dieser kleine Hund hatte nicht geschaut. Mit zerbrochenen Knochen lag er im Straßengraben. Ich sah ihn, als ich noch einmal nach links blickte. Sein Hinterlauf war zerquetscht, er blutete aus mehreren Wunden, jaulte herzerweichend. Ich eilte zu ihm. Doch wusste ich nicht, was ich tun sollte. Ich streichelte seinen Kopf, rief um Hilfe. Aber kein Erwachsener kam. Und während ich seinen Kopf streichelte und der kleine Hund mich mit seinen weit aufgerissenen, feuchten Augen anblickte, spürte ich verzweifelt, dass sich seine zarte Brust immer langsamer hob und senkte. Ich sah es in seinen Augen. Er starb. Ich nahm ihn vorsichtig in meine Arme, benetzte sein Gesicht mit meinen Tränen, hoffte, dass meine Berührung, ihn durchhalten lässt, bis jemand vorbeikommt, der ihm helfen kann. Doch niemand kam. Niemand half ihm. Und so starb er, nachdem er mir ein letztes Mal in die Augen geblickt hatte. Er jaulte nicht mehr, seine kleine Brust hörte einfach auf, sich zu heben und zu senken. Sein Blick brach, und ich brauchte Stunden, bis ich ihn losließ. Erst als meine besorgten Eltern nach mir suchten, weil ich auch nach Einbruch der Dunkelheit noch nicht wieder daheim war, und sie mich im Straßengraben fanden… – erst als meine Mutter mich in den Arm nahm, hörte ich auf, dem kleinen Hund über den Kopf zu streicheln. Doch sein letzter Blick ließ mich nicht los.

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Weihnachtsfest eines Masochisten. Ein Gedicht

Fest_Liebe_Hiebe
Weihnachtsfest eines Masochisten

Weihnachten ist das Fest der Liebe,
Doch gerade dann brauch ich Hiebe,
Heiligabend geh ich in ein bestimmtes Haus,
Die kennen sich mit derlei Wünschen aus.

Die kennen mich dort, ist familiär,
Ist so, als wenn ich bei Freunden wär’.
Freunde, die mir besondre Wünsche erfüllen.
Oh wie schön ist’s, vor Schmerz und Wollust zu brüllen.

Aber so soll es schließlich sein,
In diesem Haus der feinen Pein.
Ich zahle gutes Geld für meine Weihnachtslust,
Das ist es wert, dort habe ich keinen Frust.

Es ist nicht einfach, Maso zu sein,
Viele halten einen für schwach und klein,
Dass ich es nicht bin, brauch ich nicht zu sagen,
Da braucht man nur meine Frau zu fragen.

Für sie bin ich der Ernährer, und nicht zu knapp,
Und auch im Bett mach ich nie schlapp.
Bin immer für sie und die Familie da,
Und ich mach es gern, das ist wohl klar.

Nur im Bett, da wär’ ich eben manchmal gern,
Nicht der Hengst, sondern ein Lover vom Maso-Stern,
Devot, gehorchend, zum Schmerz bereit,
Ein Ehemann, der aus Liebe schreit,

Wenn seine Frau mal die Peitsche schwingt,
Und mich als Domina auf Touren bringt.
Doch leider ist meine Frau da anders gestrickt,
Sie entschuldigt sich schon, wenn sie mich mal zwickt.

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Oh Du Fröhliche – eine weihnachtliche Horror-Kurzgeschichte

Perfektes_Dinner

Oh Du Fröhliche

 Kurzgeschichte von Ralf Boscher

 

Leise summend legte er die gesäuberte Knochensäge an ihren Platz zurück. Oh Du Fröhliche! Bereits seit Stunden ging ihm die Melodie im Kopf herum. Er hatte konzentriert gearbeitet und sich nur wenige Pausen gegönnt. Es sollte alles perfekt werden. Das war er seinen Kunden schuldig. Das erwarteten sie von ihm. Gerade zu Weihnachten. Und weil alle wussten, dass er sie nicht enttäuschen würde, hatte er wie jedes Jahr eine Menge an Vorbestellungen abzuarbeiten. Er lächelte, und wischte sich mit dem Handrücken einen Blutspritzer von der Wange. Der Ruf als bester Fleischer der Stadt kam nicht von ungefähr. Er nahm ein langes Messer zur Hand, spitzte seine Lippen und pfiff munter vor sich hin. Oh Du Fröhliche! Sein Blick schweifte verträumt durch den Raum und verweilte dann einige Momente auf dem Fleischwolf. Und in diesem Jahr würde er etwas ganz Spezielles für seine Kunden haben. Dann machte er sich wieder an die Arbeit. Routiniert setzte er seine Schnitte, und wie so oft, wenn ihm der metallische Geruch des Blutes in die Nase stieg, erinnerte er sich lebhaft an seinen Vater. Sein ermutigend lächelnder Vater, der sich seine riesigen Hände an seiner blutverschmierten Schürze abwischte, und über den Fleischblock gebeugt, seinem Sohn die Feinheiten seiner Arbeit erklärte. Sauber trennte er die Eingeweide heraus und legte sie in eine separate Metallschüssel. Er hatte lange gebraucht, bis ihm der durchdringende Geruch keine Übelkeit mehr verursachte. Aber sein Vater hatte Geduld mit ihm gehabt. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!, pflegte er zu sagen, wenn sein Sohn wieder einmal an die frische Luft musste, um seinen Magen zu beruhigen.

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“Der Tod des Autors”

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Dies war eindeutig einer der aufregendsten Tage meines bisherigen Lebens. Selbst jetzt noch, nachdem endlich alles gut ist, treibt es mir, denke ich an jenen Tag, den Puls in die Höhe. Kein Wunder, schließlich war es nicht nur einer der aufregendsten Tage meines Lebens, es war auch mein Letzter. Denn dort in dieser Telefonzelle in Konstanz, auf dem mit Schmutz und kalten Pommes bedeckten Boden, bin ich gestorben.

Allerdings habe ich diese entscheidende Wende in meinem Leben nicht sogleich bemerkt. Es musste erst jemand kommen, mir die Augen öffnen und meinen gefesselten Geist befreien. Nicht unbedingt etwas, für das man sich rühmen könnte. Bin nicht gerade als leuchtender Stern zu Boden gestürzt. Aber es ist nicht einfach, ein Ende großen Stils zu finden. Doch was soll’s, letztlich hat Imperia, trotz allem, was mir zugestoßen ist, ja gerade wegen all dem, Recht behalten mit ihrer Bemerkung, dass Konstanz mir gut tun würde. Zwar musste ich erst sterben, um zu verstehen, bzw. musste verstehen, dass ich gestorben bin, um endlich einzusehen, wie ich mein Leben zu leben habe. Aber besser spät als nie. Der Autor ist tot, lang lebe der Autor!

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