Schlagwort-Archive: Krimi

Die Seite 99 aus „Engel spucken nicht in Büsche. Roman über Liebe, Tod und Teufel“

Ralf Boscher - Engel
Die Idee bei einem unbekannten Roman die Seite 99 zu lesen, um sich von der Qualität zu überzeugen, geht auf den britischen Autor Ford Maddox Ford (u.a. „Keine Paraden mehr“) zurück. Gefällt einem diese Seite, will man erfahren, was auf den 98 Seiten zuvor geschah, wird man neugierig auf das, was noch folgen mag. Das erste Mal von dieser Idee von Maddox habe bei Béla Bolten gelesen. Auf der Internetplattform Seite 99 findet Ihr viele entsprechende Leseproben.

Und hier nun die Seite 99 meines ersten Romans „Engel spucken nicht in Büsche. Roman über Liebe, Tod und Teufel“:

„Das Geschirr ließ Hartmut auf dem Tisch stehen. Er pustete die Kerze aus, und zufrieden gestimmt durch das gute Essen blieb er eine Weile im Dunkeln sitzen. Dann ging er auf die Toilette.

Er zog den Seidenmantel aus. Nackt setzte er sich auf die kalte Klobrille, stützte seine Hände auf seine Oberschenkel und betrachtete sich in dieser Pose lange in dem Spiegel, den er vor geraumer Zeit direkt davor an die Wand geschraubt hatte. Stolz tastete er mit den Augen seinen flachen, muskulösen Bauch ab, dem man das gerade verzehrte üppige Mahl nicht ansah. Dann spannte er seine Brustmuskulatur ein wenig an, und darüber vergaß er fast seinen Stuhlgang. Aber auch nur fast. Schließlich ließ Hartmut von seinen Betrachtungen ab und konzentrierte sich auf die Kontraktion der Enddarmmuskulatur und die Erschlaffung seines Schließmuskels bei gleichzeitiger Betätigung der Bauchpresse.

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Am Niederrhein – Leseprobe aus “Abschied ist ein scharfes Schwert. Ein Mordsroman”

Brigittenhauschen

“Kassandra war auch so eine. Ich meine, auch sie wurde befragt. Denn sie war die beste Freundin von Julia gewesen. Und so trafen wir uns vor dem Zimmer unseres Psychologen, und da wir uns über Julia flüchtig kannten, kamen wir zuerst ins Gespräch und dann vom Höcksken aufs Stöcksken.

Das mit Julia ging ihr auch an jenem Tage nah. »Ich hab‘ überhaupt nicht gemerkt, dass es ihr so dreckig ging«, weinte sie in meinem Arm, als wir in meinem Auto saßen, »Sie war doch frisch verliebt!«, seufzte Kassandra.

Dem traurigen Anlass, der uns zusammengeführt hatte, und auch dem Ort entsprechend, den ich – auf Kassandras Bitte hin – angesteuert hatte, nämlich einen Feldweg in Sichtweite jenes nun stoppeligen Feldes, auf dem Julia in goldreifem Weizen ihr Ende gefunden hatte, legte ich meine Doors-Cassette in das Autoradio ein. This ist the end my only friend sang Jim Morrison, aber in diesen Minuten fing die Geschichte zwischen Kassandra und mir an.

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Der Schrei – Zweiter Teil des Kapitels aus „Engel spucken nicht in Büsche. Roman über Liebe, Tod und Teufel“

Ralf Boscher - EngelDer Schrei

II.

Eines späten Nachmittags hatten die Schwestern, weil die Station heillos überbelegt war, einen jungen Mann mitsamt Bett zu Hannes ins Zimmer geschoben, den sie bislang, meist aus Rücksicht auf die anderen Patienten, alleine gelassen hatten.

In seiner Andacht gestört, steigerte Hannes sich in lautes Beten hinein, woraufhin ihm Schwester Renate eine kräftige Beruhigungsspritze gab und er weg dämmerte.

Es wurde Abend. Der junge Mann war während des Fernsehens eingeschlafen, der Apparat lief noch. Durch das wechselnde, bläuliche Licht des Fernsehbildes flackerte es im Zimmer wie bei einem Gewitter; und als Hannes aufwachte, da schien ihm, als donnere es, und der laut eingestellte alte Apparat dröhnte die dunkle Stimme des Sprechers hervor:
„Vakuumaspiration!“

Es lief ein Dokumentarfilm über Schwangerschaftsunterbrechungen. Hannes sah eine halbnackte, anästhesierte Frau mit gespreizten Beinen auf einem gynäkologischen Stuhl sitzen. Dann fuhr die Kamera in ihren Unterleib. Er starrte in die Gebärmutter einer Schwangeren, und die nächste Einstellung zeigte einen Embryo in Großaufnahme. Düsteres Orgelszenario hörte Hannes im Hintergrund. Wie eine Schlange sich windend, bedrohlich, weil fremd wirkend in dem warm ausgeleuchteten, umsorgenden, mütterlichen Organ, schob sich ein roter, steriler Schlauch ins Bild. Der Kamera-Ausschnitt wechselte, und Hannes blickte, nun aus der angenommenen Perspektive des Embryos, auf die Spitze des für den Betrachter aus dieser Sicht riesig aufragenden Schlauches. Hannes sah die Schlange auf sich zukommen, wie Michael dereinst den Drachen, und nässte ins Bett.

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Buchvorstellung: “Abschied ist ein scharfes Schwert. Ein Mordsroman”

Ralf_Boscher_Krimi_Mordsroman_Abschied

Bin ich ihm auf den Leim gegangen, indem ich seine Briefe, seine bei unserem Treffen geäußerten Drohungen ernst nahm? Indem ich hinter seinen Geschichten, seinem ganzen Gehabe, einen dunkel dräuenden, bedrohlich wahren Kern vermutete? Aber vielleicht bestand in Wahrheit nie eine wirkliche Bedrohung. Vielleicht war er nur ein wunderlicher Kauz, der einen Narren an mir gefressen hatte. Alles nur Fiktion, Teil seines Spiels. Wie auch immer. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Mir genügte es zu wissen, dass seine Hände so wenig fiktiv waren wie meine eigenen. Hände, die zupacken könnten, eine Bremsflüssigkeit ablassen, ein Feuer legen, ein Messer greifen…

„Der etwas andere Roman… Die einzelnen Charaktere sind gut herausgearbeitet und beschrieben, glaubhaft, wenn auch manchmal völlig abgedreht. Die zum Ende des Romans forcierten Elemente aus Krimi, Horror und Psychothriller münden in einem gewaltigen Finale der Haupthandlung; die Rahmenhandlung endet ebenfalls dramatisch. “Eine gute Geschichte. Eine Geschichte, die es wert war, veröffentlicht und gelesen zu werden” – diesem Zitat aus der Nachbemerkung schließe ich mich gerne an.“ (Peka auf Amazon).

„Skurriler Krimi… Schräge Charaktere, eine “mordsmäßig spannende Story” (Leser) und dazwischen philosophisch verstiegene Gedankengänge – das liest sich gut und frisch, ist manchem Rezensenten aber dann doch “too much”. Ausprobieren!“ (Johannes Zum Winkel auf xtme).

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Ruhe im Kartong oder: WG-Leben kann so grausam sein

Ralf_Boscher_Krimi_Mordsroman_Abschied
Ja, ich muss zugegeben, dass ich mir zu dieser Zeit ein wenig Sorgen um mein sonniges Wesen machte. Die Tabletten, welche ich gegen meine Rückschmerzen schluckte, machten es wahrscheinlich auch nicht besser. Zu allem Überfluss erhielt ich zwei meiner Manuskripte von Verlagen dankend zurück, womit ich nun überhaupt nicht gerechnet hatte, war ich doch davon ausgegangen, dass ich mir den Verlag würde aussuchen können. Und Udo, ja Udo trieb es in diesen Tagen, da ich bei den Frauen kein Glück hatte, wie ein Wahnsinniger bei uns in der WG. Ausgerechnet Udo, um den doch die Frauen sonst immer einen solchen Bogen machen, wie er mit seiner Matte um den Friseur. Und wenn ich in der WG schreibe, dann meine ich auch in der WG.

Es musste doch wirklich nicht der Kühlschrank sein, und gerade zu der Zeit, da ich zumeist – wie Udo es doch mittlerweile wissen müsste – von der Arbeit nach Hause komme und gerne noch ein letztes Bier in der Küche trinke. Also, das Letzte, was ich in einer solchen Nacht noch sehen möchte, ist Udos Arsch, eingerahmt von zwei Beinen, die in der Luft hängen, untermalt von einem geradezu obszönen, so lauten Klatschen, dass ich dies eigentlich schon – wenn ich nicht so müde gewesen wäre – im Flur hätte hören müssen. Mal ganz abgesehen von Udos angestrengtem Keuchen, dem Geklirre und Geschepper im Kühlschrank und der hörbaren Freude von Udos Bekanntschaft an dieser ganzen Aktion. Als hätte dies noch nicht gereicht, schäumte mein Bier zudem über, das ich mir dann – als die Küche wieder frei war – genehmigen wollte.

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Dendritenflipper – eine Szene mit Lichterblinken und Pling

Ralf Boscher - Engel

Alex Unbehagen stieg mit jeder Stufe, die er im Hausflur hinabging, und plötzlich, auf dem Fuß der Treppe, hatte Alex die Frage. Und nur einen Schritt weiter hatte er auch die Antwort.

Wann hatte Helen eigentlich den Unfall? so lautete die drängende Frage, und sie ging zusammen mit dem bohrenden Unbehagen in genau der Antwort auf, die er am wenigsten hören wollte: An dem Abend, an dem ich sie abgekanzelt habe! Er schlug die Tür des alten Audi zu, drückte die Zigarette aus, startete, gab Gas und KLACK! schoss er los. Sein schlechtes Gewissen katapultierte ihn in einen ganzen Apparat von Schuldgefühlen. Dendritenflipper: Überall blinkten Lichter, und PLING! stieß ihn das Vonsichselbstenttäuschtsein durch den Raum, durch den er, konfus sich um alles andere als um seine Achse drehend, raste.

Er knallte vor das ZU SPÄT! und das BRÜLLEN des Schaffners ertönte wieder: ABGELAUFEN! Abgelaufen! dröhnte es in Alex Ohren, während eine Art magnetischer Sog ihn auf der Stelle festhielt. Abrupt hörte das Dröhnen auf, Farben wechselten rasend schnell und der Sog löste sich. Alex bekam einen Schlag von hinten und schoss wieder quer durch den Flipper. AN DEM ABEND, DA ICH SIE ABGEKANZELT HABE! sang quäkend eine etwas leiernde Automatenstimme und bei: ICH HAB’ ES NOCH NICHT MAL GEWUSST! gab es ein Freispiel.

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Überall ihre Hände, ihre Lippen… – Engel spucken nicht in Büsche. Roman über Liebe, Tod und Teufel. Leseprobe

Ralf Boscher - Engel„Woran denkst du?“ fragte Angie an die Badezimmertür gelehnt, in der einen Hand eine Zigarette, den anderen Arm vor der nackten Brust verschränkt, „An Helen?“
„Ja!“, antwortete Krish und blickte, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, an die Decke, an der sich der Rauch sammelte, als sähe er in den Schwaden Gestalten sich tummeln,
„Vermisst du sie?“
„Nein, eigentlich nicht. Ich erinnere mich bloß. Einmal nachts lag ich mit ihr hier auf dem Boden, und wir hatten einen Haufen Kerzen überall im Raum angezündet. Es war Sommer und sehr warm hier oben unter dem Dach, heiß geradezu, wir schwitzten beide aus allen Poren, wir waren nackt…“
Angie setzte sich im Schneidersitz neben ihn auf den Boden. Krish stützte sich auf seine Ellbogen und zog an ihrer Zigarette. Dann ließ er sich wieder zurückfallen,
„… Helen saß auf mir und goss sich Massageöl auf die Handflächen, als wären wir noch nicht nass genug, und jedes Mal wenn sie mir die Schultern massierte, fielen ihre Haare wie ein Wasserfall über mein Gesicht. Überall ihre Haare…”
Angie verstand ihn kaum noch, so leise sprach er mittlerweile,
„… überall ihre Hände… ihre Lippen…“, flüsterte er.
Angie saß ruhig daneben, die Arme um die Beine geschlungen und zog am Zigarettenstummel. Lächelnd beobachtete sie seine wachsende Erregung, durch den dünnen Stoff der Pyjamahose zeichnete sie sich deutlich ab. Und ganz allmählich, während Angie den nun stumm in Erinnerungen daliegenden Krish ansah und sich eine neue Zigarette ansteckte, glitt die unbeteiligte, sozusagen stoische Ruhe von ihr ab. Ihre Blicke veränderten sich, waren nicht mehr länger gelassene, unberührte Beobachter, sondern glichen in zunehmendem Maße greifenden Händen. Zufassende, begehrende Blicke warf sie nun auf Krish, ihre Augen griffen nach seinem nackten Oberkörper, fassten durch den Stoff der Hose. Angie drückte die Zigarette aus und legte sich neben ihn. Sie strich Krish übers Haar. Krish lächelte, aber lächelte er in Gedanken oder wegen der Berührung durch Angies Hand, die nun zärtlich über seine Brust strich? Angie tastete nach seinen Rippen, er war schlank, sehr schlank. Zieh den Slip aus und hock dich auf ihn! Es machte sie an, unter der glatten Haut seine Knochen und Muskeln zu fühlen. Angie rückte näher an Krish heran, ihre Brüste berührten seine Haut, sie erschauderte und glitt mit einer Hand unter den Bund seiner Hose.
„Helen!“ murmelte Krish da, weit entfernt von Angie, und während deren Verlangen abrupt erlosch, kam er wieder zu ihr zurück:
„Weißt du, Angie, Helen hat mich wirklich inspiriert…“
Angie zündete sich, wütend auf sich wegen ihres unbedachten Vorstoßes, enttäuscht‑erregt eine neue Zigarette an, setzte sich einen Meter von ihm weg. Der Appetit auf Krish war ihr gründlich vergangen.
„…das ging so tief bei ihr. Bei ihr konnte ich mich fallen lassen. Ich fühlte mich aufgehoben…“
Sie unterbrach ihn:
„Im Hegel’schen Sinne, meinst du?“ und lächelte beinahe schon wieder, begann, die Enttäuschung mit Ironie wegzustecken. Krish überhörte ihre Frotzelei:
„Alleine schon wenn sie mich anblickte… Ihre Augen! Wenn da nicht immer auch gleich das Verlangen nach unseren Körpern gewesen wäre, hätte ich sie wohl tagelang nur angeschaut, in der Anschauung verloren hätte ich mich“, lachte Krish dieses Bekenntnis heraus und setzte sich nun ebenfalls auf. Angie konnte es nicht lassen:
„Und das war dann wohl Schopenhauer, nicht wahr?“ fragte sie mit einer Kleinmädchenstimme ehrfurchtsvoll den großen Weisen.
„Nein, das war Alex“, gab Krish zurück, dieses Mal war ihm die Spitze nicht entgangen. Aber er ging nicht weiter darauf ein: „Gibst du mir mal den Tabak rüber!“ bat er, und zusammen mit dem Päckchen Tabak warf Angie ihm hin:
„Nur gut, dass ich auf dich nicht scharf bin! Gegen so ein Überbild wie Helen kommt ja keine Normalsterbliche an“, sie wollte noch etwas hinzufügen, aber Krish unterbrach sie:
„Nur leider ist auch Helen eine Normalsterbliche!“ und stand auf.

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Eine Menage á trois, weißes Pulver und The Doors – neue Leseprobe aus “Abschied ist ein scharfes Schwert. Ein Mordsroman”

Ralf_Boscher_Krimi_Mordsroman_Abschied„Johanna war Erstsemester Philosophie, hatte aber zuvor schon einige Semester Wirtschaftswissenschaften studiert. Ich lernte sie in der Cafeteria kennen, wo sie bei einer Zigarette über dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis Philosophie saß, und sich, wie sie es ausdrückte, ansah und anstrich, was sie sich dann doch nicht ansehen würde. Sie machte einen etwas verlorenen Eindruck auf mich. Das Einzige, was sie sicher wusste, schien zu sein, dass sie Zeit bräuchte, um sich zu entscheiden, was sie denn jetzt aus ihrem Leben machen wollte (deswegen auch Philosophie als Fach, nicht da die Philosophen sich mit Lebenszielen auskennen würden, sondern da das Fach so strukturiert war, dass es einem die Zeit ließ, diese Frage wenn schon nicht zu beantworten, dann doch zu stellen). Und was sie noch sicher wusste, war, dass sie eine feste Liebesbeziehung wollte. »Bin halt hoffnungslos romantisch«, meinte sie, »Glaube halt daran, dass es jemanden da draußen gibt, einen mir vorbestimmten Jemand, mit dem ich mein Leben teilen und alt werden will.« Ob mit Männlein oder Weiblein, war dann schon wieder unsicheres, den gängigen romantischen Vorstellungen nicht entsprechendes Terrain. Als ich meinte, na, wenn bei mir auch manchmal alles zu schwimmen scheint, das wenigstens sei mir klar, schaute sie mich fragend an: »Du sagst das so sicher. Noch nie einen Typen getroffen, der dich anzog? Noch nie dieses Kribbeln gespürt, wenn die Grenzen, die einem so mühsam anerzogen wurden, zu zerfließen scheinen?« Nein, sagte ich, ich könne mir halt nicht vorstellen, einen Mann zu küssen, und dann vielleicht noch einen mit Bart. »Aber das jemand dich küsst, dich Mann mit Dreitagebart, das kannst du dir schon vorstellen?«, meinte sie schnippisch. Und dann meinte sie noch: »Stell’ dir doch nur mal vor, wie viele neue Möglichkeiten sich da für dich ergeben würden. So rein quantitativ!« Typisch Wirtschaftswissenschaftler, erwiderte ich, immer den Mehrwert im Kopf, vor lauter Quantitäten völlig die Qualität aus den Augen verlierend.

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An der Schwelle. Abschied. Mordsroman-Aktion zum Jahresende

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Rückblick. Bald schreiten wir wieder über eine Jahresschwelle. Was nehmen wir mit aus dem sich verabschiedenden Jahr? An Freude und Glück, an Kummer und Schmerz? An Hoffnungen für das kommende Jahr? Was lassen wir zurück? Würden wir gerne zurücklassen, wenn wir es denn könnten? An der Schwelle. Abschied. Hoffentlich im Herzen lächelnd. Gelassen betrachtend, was war. Gelassen erwartend, was kommt. Morgen. Dann.

Als Schriftsteller möchte ich das Jahr gerne mit einer Aktion für alle Leserinnen und Leser verabschieden. Somit gibt es meinen zweiten Roman „Abschied ist ein scharfes Schwert. Ein Mordsroman“ als eBook bei Amazon vom 29. bis zum 31. Dezember kostenlos. Viel Lesefreude – und ein frohes, glückliches, gesundes neues Jahr! Eurer Ralf

»Werd’ ich nie vergessen, diesen Anblick! Und dann seh’ ich mich um: Alles verbrannt, verrußt, verraucht, aber der Kleine hier…«. Er tätschelte Hassos Kopf. »Der Kleine hier, völlig intakt. Steht einfach in der Ecke ‘rum. Nicht ein Brandfleck. Das gibt doch Anlass zur Hoffnung und ist Ansporn, sage ich!«, sagte Gerdas Mann und sah uns der Reihe nach an, während Vater ihm noch einen Kurzen einschenkte. »Hoffnung und Ansporn sage ich. Denn wenn so etwas geschehen kann…!« Er schwenkte Hasso vor unseren Gesichtern. »Dann lohnt es sich immer die Arschbacken zusammenzukneifen und rein ins Feuer. Denn beim nächsten Mal ist es vielleicht nicht nur ein Plüschhund, sondern ein Kind, das man ‘rausholt, nicht wahr!«

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