Archiv des Autors: Ralf Boscher

Wolkenwesen – Gestalten im Himmel über dem Bodensee

Mal sieht man sie, dann sieht man wieder nicht. Sind sie überhaupt real? Oder nur real in dem Sinn, dass wir sie in unserem Kopf formen? Wolkenwesen. Gestalten in den Wolken, Gestalten aus Wolken. Flüchtig vom Wind und unserer Phantasie in den Himmel gemalt.

Im Auge des Betrachters – was für Schönheit gilt, hat auch für Wolkenwesen seine Gültigkeit. Hirngespinste? Vorgaukelungen des noch müden Hirns eines Berufspendlers morgens auf der Bodensee-Fähre? Das Auge irrenführende Synapsen-Schnappschüsse eines müden Verstandes am Abend auf der Bodensee-Fähre auf dem Heimweg nach der Arbeit? Täuschende Taschenspielertricks eines Hans-Guck-In-Die-Luft-Hirns, das aus Chaos uns bekannte Formen entstehen lässt?

Wie auch immer. Wenn ich Wolkenwesen sah – und eine Kamera zur Hand hatte – habe ich drauf gehalten. Hier das Ergebnis. Seht Ihr, was ich gesehen habe?

Wolkenwesen – Gestalten im Himmel über dem Bodensee

Der Elefant:

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Der Adler:

Der Adler in den Wolken, Sturm über dem Bodensee

Der Schnauzer:

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Die Ratte:

Die Ratte in den Wolken

Der Wolf:

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Filmpreis, Talente & japanische Pizza am Bodensee – Mixed Pickles #10

In den Mixed Pickles Beiträgen auf Boschers Blog findet Ihr ein buntes Gemisch diverser Fundstücke aus dem Netz und aus der noch realeren Welt (mehr zur Bedeutung von Mixed Pickles – und mehr Beiträge – findet Ihr hier…).

Jugendfilmpreis für “Running To The Sea” – “Bestes Musikvideo”

Vor kurzem habe ich über den Youtube-Fund “Running to the sea” berichtet, jetzt wurde das  Musikvideo ausgezeichnet:

Überlinger Filmteam holt Jugendfilmpreis für bestes Musikvideo!

Im 12. Wettbewerb um den Jugendfilmpreis im Rahmen der Filmschau Baden-Württemberg (Stuttgart, 3.-6. Dezember 2015) wurde das Video „Running to the Sea“ zum gleichnamigen Song von Röyksopp von Regisseur Alexander Bergmann mit dem 1. Platz ausgezeichnet.

Quelle: Alexander Bergmann, Filmproduktion

Hier geht es zum Video “Running To The Sea” des Überlinger Filmemachers Alexander Bergmann zum gleichnamigen Song von Röyksopp auf Youtube:

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Ein Polizeimeister im adventlichen Lichterwahn und Tante Dores Lebensfaden. Rezension: Lutz Schafstädt, Tauwetter. Erzählungen.

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Die vergisst man nicht. Diese feinen Wendungen.

Eine schöne Entdeckung: Lutz Schafstädts Erzählungen, die er als eBook unter dem Titel „Tauwetter“ veröffentlicht hat. Jede Erzählung besticht durch eine genaue und klare Sprache, eine intelligente Klarheit, die aber nicht kalt ist. Im Gegenteil, ich empfinde den Erzählton als warm, ohne sentimental zu werden. Ebenso Herz wie Verstand berührend.

Deswegen werde ich auch nicht vergessen, wie Polizeimeister Kühn eine adventlich-kritische Situation meistert und was Oma Dore Überraschendes mit ihrem „Lebensfaden“ anfängt.

Wie gesagt: Feine Wendungen, die Schafstädt in seinen aufs Wesentliche konzentrierten Geschichten bietet. Mit Herz und Humor erzählt er unaufgeregt von besonderen Momenten im Leben der Protagonisten, sehr lebensnahen Momenten.

Und ich finde aufgrund dieser unaufgeregten Erzählweise wird das Besondere dieser Momente, zumal es Schafstädt gelingt, mit wenigen Worten ganze Erinnerungsräume aufscheinen zu lassen, um so deutlicher, berührender, eindringlicher.

Tauwetter – ganz sicher nicht das letzte Buch von Lutz Schafstädt, das ich lesen werde (Nachtrag April 2015: Das E-Book ist zurzeit nicht lieferbar).

Hier geht es zur Homepage des Autors

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Epilog auf eine Schwiegermutter – eine Horrorstory in Versen

Epilog_Schwiegermutter
EPILOG AUF EINE SCHWIEGERMUTTER

Du wolltest nur sein Bestes,
Ich war dir nicht gut genug.
War nur zweite Wahl für dich,
Nettes Lächeln, blond, nicht klug.

Du wolltest nur sein Bestes,
Mochtest nicht, wie ich die Wäsche gemacht,
Nicht ordentlich genug gefaltet,
Über mein Bügeln hast du nur gelacht.

Du wolltest nur sein Bestes,
Mein Kochen hat dir nicht gepasst,
Kochte anders nur als du,
Schmeckte es ihm, hast du mich gehasst.

Du wolltest nur sein Bestes,
Deswegen zogst du bei uns ein,
Das Zimmer gleich neben unsrem,
Was anderes durft‘s nicht sein.

Du wolltest nur sein Bestes,
Deswegen kam ich zu dir in der Nacht,
Du sprichst sogar im Schlaf,
Aber da hatte ich ‘was mitgebracht.

Du wolltest nur sein Bestes,
Ja, selbst im Schlafe tust du‘s kund,
Ich nahm das Küchenmesser
Schnitt dir die Zunge aus dem Mund.

Du wolltest nur sein Bestes,
Und das Beste, das bin ich,
Kochen und Bügeln sind ihm egal,
Deswegen tötete ich dich.

Du wolltest nur sein Bestes,
Und das hat er nun bekommen,
Hat geholfen, dich zu vergraben,
Dann hat er mich genommen.

Du wolltest nur sein Bestes,
Und dein Bestes hast du ihm gegeben,
Wir haben nun unsere Ruh,
Für sein Glück gabst du dein Leben.

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Historisches: Rosa Ferkel – oder ein kindlicher Fiebertraum von Freiheit…

Rosa_Ferkel

Rosa Ferkel

Leise, ein wenig säuselnd, ähnlich dem Wind, der über eine raue Fläche weht, pulsieren rosa Wolken in sein kleines Zimmer hinein. Durch jeden auch noch so feinen Ritz im Fensterrahmen, durch jeden Spalt zwischen Tür und Türrahmen schieben sich die rosa Wolken in seine von Betonmauern begrenzte Welt. Ihr Rosa ist so zart wie das Rosa allerjüngster Ferkel, die saugend an den Zitzen der Muttersau liegen.

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Kommentare, Reaktionen, Gedanken: „8400 Wörter für 7,95 Euro – ist der Preis korrekt? – ein Nachtrag

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In meinem Beitrag „8400 Wörter für 7,95 Euro – ist der Preis korrekt?“ ging es um folgende Ausgangssituation: Der günstige Preis (manchmal sogar gratis) war für Indie-Autoren auf dem neu entstandenen eBook-Markt der Fuß, den sie in die Tür zu den Lesern bekamen. Daran schlossen sich meine Fragen an: Aber befinden wir uns heute immer noch in dieser Situation? Oder verkaufen wir Indie-Autoren uns unter Wert? Gleichzeitig habe ich auf meinem Blog zu diesem Thema eine kleine Umfrage gestartet.

Im Folgenden möchte ich die Reaktionen auf meinen Beitrag skizzieren, wie sie sich aus den Kommentaren auf meinem Blog und auch in einigen Literatur-Gruppen auf Facebook ergeben haben.

Es gibt zwei divergierende Haupteinschätzungen zur Preisgestaltung.

1. Die Qualität bestimmt den Preis. Also können auch Indie-Autoren höhere Preise verlangen – wenn sie denn Qualität bieten.
2. Indie-Autoren sind nicht in der Lage höhere Preise zu verlangen, da der günstige Preis das bislang wirksamste Mittel ist, um bekannt zu werden.

Zu 1.: Wichtigstes Kriterium für die preisrelevante Qualität eines Buches ist die handwerkliche Qualität zu sein.

Rechtschreibung, Grammatik, Stil, Cover-Aufmachung, Formatierung, Schriftbild, Satz, gravierende logische Fehler, Lektorat, Korrektorat.. All das sind Punkte, die – wenn sie denn ordentlich abgearbeitet wurden – für ein Indie-Buch einen Preis rechtfertigen, der auf dem derzeitigen Niveau von Verlagsbüchern liegt.

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SuperBuchTrailer – eine Chance für Autoren – Bucherfolg über die Lust am Schauen?

Youtube_Kanal_Super_BuchtrailerGänsehaut. Die dramatische Musik schwillt an, Trommelwirbel, Pauken – schnelle Schnitte verstärken den Eindruck des „Hier darfst du keinen Moment wegsehen!“

Aus der Tiefe des Raumes wächst der Titel zu riesigen Lettern heran, während einen die Musik in den Sitz drückt… Ich sehe mir Filmtrailer wirklich gerne an. Andeutungen, die einen neugierig aufhorchen lassen, rasante und dadurch unscharfe Einstellungen, die beabsichtigen, Lust auf deutlichere Einblicke zu machen, Vorfreude erzeugen.

Und – so die Frage des Schriftstellers – können wir Schreiblinge das auch? Potentielle Leser über die Augen gewinnen?

Laut einem interessanten Artikel auf Börsenblatt.net können wir das, sollten wir das, wie eine dort kolportiere Erfolgsstory belegt – nicht ohne ein bissel Werbung zu machen für ein Buchtrailer-Portal, das gleichzeitig ebensolche herstellt.

Apropos.

In einer Facebook-Gruppe deutschsprachiger Indie-Autoren kam die Frage auf, ob es nicht eine Idee wäre, einen Facebook-Kanal zu erstellen, auf dem Gruppenmitglieder ihre Buchtrailer gemeinsam präsentieren könnten, um so mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Eine Idee, die gut ankam, auch bei mir. Und als dann nur wenig später eine Facebook-Gruppe zu dieser Idee ins Leben gerufen wurde, trat ich gleich bei. Wie habe ich es letztens formuliert: „Als Autor, gerade als Indie-Autor, sollte man keinen der Social Media-Kanäle ungenutzt lassen…“

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